Amtseinführung: Dominik Schmidt leitet Technisches Hilfswerk Cham
Der neue Ortsbeauftragte und sein Stellvertreter Roland Frommhold wurden in ihre Ämter eingeführt
(Bericht aus der Mittelbayerischen Zeitung vom 31.1.2011)
Zur Amtseinführung von Dominik Schmidt als neuen Ortsbeauftragten des THW-Ortsverband Cham fanden sich zahlreiche Vertreter von Behörden, Hilfsorganisationen und des THW ein. Ebenfalls in sein Amt eingeführt wurde an diesem Abend Roland Frommhold als Stellvertreter des Ortsbeauftragten. Das heißt, die beiden übernehmen die Leitung einer knappen Hundertschaft, die im Notfall Hilfe, besonders technische Hilfe, ehrenamtlich leistet.
Michael Paulus, Pressesprecher des Ortsverbandes, begrüßte die Gäste, namentlich die Ehrengäste. In einer kurzweiligen, prägnant zusammengestellten Powerpoint-Präsentation ließ er die wichtigsten Ereignisse 2010 Revue passieren. Das Jahr begann für die THWler mit Schneeräumen in luftiger Höhe, als Schneelasten mehrere Dächer einzudrücken drohten. Ein gefragter Partner ist das THW bei der Bergung von verunglückten LKW, besonders, wenn Öl ausgelaufen ist, besitzt doch der Ortsverband Cham eine spezielle Kehrmaschine, mit der man das Öl schnell von der Straße bekommt. Zwischen den einzelnen Hilfeleistungen wurden Schulungen, wie der Umgang mit Motorsägen oder Ausbildung am Ladekran, durchgeführt. Dazu kamen noch lokale und überregionale Übungen.
Im November machte Franz Löffler in seiner Funktion als neu gewählter Landrat dem THW seine Aufwartung. Er besuchte eine Nachtübung auf dem Gelände des THW. 2010 endete so, wie es begonnen hatte: Frau Holle sorgte mit viel Schnee für zahlreiche Einsätze des THW.
In ihren Grußworten gratulierten alle Redner Dominik Schmidt und Roland Frommhold zur Berufung in ihre neuen Ämter. Alle wünschten ihnen Glück und erfolg für ihre neue Aufgabe. Landratsstellverterter Egid Hofmann dankte im Namen des Landkreises und fügte an: „ Sie geben den Menschen Sicherheit und vertrauen, ihr ehrenamtlicher Einsatz ist unverzichtbar.“ Bürgermeisterin Karin Bucher wies darauf hin, dass das THW zu 99 Prozent ausehrenamtlichen Mitgliedern bestehe. Sie bedauerte, dass von Seiten der Bundeswehr-Musterung keine ehrenamtlichen Helfer mehr rekrutiert werden können. „Wenn schon die Wehrpflicht abgeschafft wird, würde ich ein Pflichtjahr für soziale und gemeinschaftliche Aufgaben einführen“, so Buchers Wunsch.
Stadtkommandant Johann Braun, Polizeichef Ludwig Haas und Dominik Lommer vom BRK dankten dem THW Cham für die langjährige gute Zusammenarbeit und wünschten sich, dass dies auch in Zukunft so bleibe. Ilona Knecht-Jesberger, Geschäftsführerin beim THW Schwandorf, bezeichnete den Ortsverband als eine effektive, homogene Truppe.
Der stellvertretende Landesbeauftragte des THW, Dr. Fritz-Helge Voß, München, betonte, dass diese Amtseinführung ein Meilenstein im Ortsverband Cham sei, denn die neue Führung habe bereits mit viel Elan neue Projekte entwickelt, sich neue Ziele gesetzt, vor allem, um attraktiver zu werden und damit die Jugend zugewinnen. „Beide, Schmidt und Frommhold, werden Verantwortung übernehmen und voran gehen, sie werden alles tu, die gute Stimmung im OV zu erhalten und zu fördern, sie werden Vertrauen fordern und vertrauen geben. Ich habe mein Vertrauen bereits gegeben.“ Unter dem Beifall der Anwesenden überreichte Voß die Berufungsurkunden an Schmidt und Frommhold.
Weiter wurden drei verdiente Mitglieder mit Urkunden und Nadeln geehrt. Mit einem gemeinsamen Abendessen und einem Beisammensein ahm der Abend seinen Fortgang.
Die Geehrten:
- 25 Jahre: Erich Hirmer
- 30 Jahre: Ludwig Althammer
- Humanitäre Hilfe im Ausland: Ron Kirsch
Chronik des Ortsverbandes Cham
- Gegründet wurde der Ortsverband 1970 auf Initiative des damaligen Landrats, Staatssekretär a.D. Dr. Max Fischer; erster Ortsbeauftragter wurde Karl Michalek.
- Seit August 2010 steht der OV Cham unter der Leitung des fünften Ortsbeauftragten Dominik Schmidt.
- Ca. 60 aktive Einsatzkräfte, 30 Reservehelfer und 15 Junghelfer stehen zur Verfügung, weiterhin ein Technischer Zug und die Fachgruppe Logistikmit 8 Fahrzeugen und 7 Anhängern.
- Der Förderverein unterstützt die aktiven Helfer bei der Anschaffung zusätzlich benötigter Technik, beispielsweise starken Tauchpumpen, dem Radlader, dem Verkehrssicherungsanhänger oder Motorsägen.
- 18 Einsatzkräfte sind als Schnelleinsatzgruppe für Bergungsmaßnahmen über Funkmelder für Soforteinsätze rasch alarmierbar.
- Die Aktiven leistet im Jahr ca. 10-15000 ehrenamtliche Stunden und absolvieren ca. 40 Einsätze und THLs jährlich.





















Bei strahlendem Sonnenschein konnte am Samstag eine Abordnung des THW Cham ihren Gruppenführer Hubert Wanninger ins Eheglück begleiten. In der Pfarrkirche Waffenbrunn heiratete er seine Cornelia. Nach der Trauung wurde das Paar bereits vor der Kirche erwartet und zog durch ein Spalier aus THW-Helfern und den beiden GKWs zur Kutsche, mit der es dann zur Gaststätte Hastreiter ging. Doch noch vor dem Eröffnungstanz musste Hubert sein Geschick und Können als THWler beweisen. Mit Hilfe eines Greifzugs und den Kommandos seiner Frau galt es, durch Spannen des Seils zwei Gläser mit Sekt füllen. Nach Bewältigung dieser Aufgabe konnte endlich mit dem Brautpaar angestoßen und bis spät in die Nacht gefeiert werden.








27 Prüflinge aus fünf Ortsverbänden des Geschaftsführerbereichs Schwandorf stellten sich am Samstag der Abschlussprüfung Basisausbildung I auf dem Gelände des Chamer THW. Nach erfolgreichem Ablegen einer ersten theoretischen Probe mussten die Helferanwärter an sieben praktischen Stationen ihr in den Ortsverbänden angeeignetes Wissen um das Einmaleins der Technischen Hilfeleistung beweisen. Neben dem Können am Motortrennschleifer mussten die Prüflinge auch ihre Fähigkeiten im Umgang mit Hebekissen, Leitern oder dem Greifzug unter Beweis stellen. Am Ende konnte allen Teilnehmern ein guter Ausbildungsstand attestiert und die Urkunde für erfolgreiche Teilnahme überreicht werden. Als Prüfer fungierten Führungskräfte aus Ortsverbänden, die keine Prüflinge stellten, Helfer des Chamer THW unterstützten als Stationshelfer. Für das leibliche Wohl sorgte die Küche des Ortsverbandes.
In den vergangenen Jahren war das Chamer THW des öfteren gefordert, um nach Stürmen und Unwettern Bäume zu entfernen, Straßen wieder passierbar zu machen, Gebäude zu schützen oder Gefahrenquellen zu beseitigen.





Gemeinsam mit Helfern anderer Ortsverbände des Geschäftsführerbereichs Schwandorf reist eine Abordnung des THW Cham nach Freilassing, um sich beim dortigen OV Berchtsgadener Land im Umgang mit dem Einatzgerüstsystems (EGS) schulen zu lassen. Die Ausbilder, Mitentwickler des Einsatzgerüstes im THW, weisen die Lehrgangsteilnehmer in die Theorie des multifunktionalen Systems ein. Tags darauf wird die Praxis erprobt: Auf einem Übungsgelände zeigt sich die vielseitige Anwendbarkeit des Rohrgerüstes: Es werden mehrere Abstützsystem errichtet, ein Steg gebaut und auch eine Dekontaminationsschleuse lässt sich aus den Bauteilen konstruieren. Kurzum, das EGS trägt seinen Spitznamen “Lego für den Katastrophenschutz” zurecht. weiterhin wird auf Neuerungen, wie den Rüstholzsatz und Änkerstäbe zur Sicherung von Gebäuden, eingegangen.
Bei bestem Wetter ins Eheglück begleiten konnten die Chamer THWler ihren Helfer Ralf Hutterer und seine Anna. Nach der Trauung in der Stadtpfarrkirche Cham wurden die beiden bereits vom Spalier ihrer THW-Kameraden erwartet und mussten gemeinsam ihre Fertigkeiten an der Rettungsschere beweisen. Danach ging’s weiter in den Gasthof Baumgartner nach Schorndorf, wo bis spät in die Nacht mit dem Brautpaar gefeiert wurde.










