Jahresrückblick 2011 – OV Cham blickt zurück und in die Zukunft!
Im internen Rahmen begingen die Aktiven des THW Cham heuer den alljährlichen Jahresabschluss. Auf ein einsatzmäßig ruhiges, aber dennoch arbeitsreiches Jahr 2011 konnte Ortsbeauftragter Dominik Schmidt mit seinen ehrenamtlichen Helfern zurückblicken. Geschäftsführerin Ilona Knecht – Jesberger würdigte die Einsatzbereitschaft der Chamer Katastrophenschützer und ermutigte, auch 2012 nicht müde zu werden.
Auf 25 Einsätze und Hilfeleistungen konnte Ortsbeauftragter Schmidt verweisen. In erster Linie kam dabei der Radlader zum Einsatz, um bei Unfällen, LKW-Bergungen und Ölverschmutzungen Hilfe zu leisten. Ein weiterer Schwerpunkt im Einsatzgeschehen war das Fällen oder Sichern von
Bäumen nach Sturmschäden, beispielsweise in Zusammenarbeit mit der Deutschen Bahn, oder das Leerpumpen von vollgelaufenen Kellern. Gleich zu Beginn des Jahres mussten die THWler zur Schaufel greifen und Sandsäcken als Hochwasservorsorge füllen. Dem Nachbarlandkreis Schwandorf konnte in einer nächtlichen Aktion mit Sandsäcken ausgeholfen werden, nachdem die Hochwasserwelle glücklicherweise ohne nennenswerte Schäden an Cham vorbeischwappte. Die Bereitstellung von Transportkapazität und Lichttechnik in Amtshilfe für andere Behörden und Hilfsorganisationen war ein weiterer Schwerpunkt der Arbeit der Katastrophenschützer. Ebenso sei erwähnt, dass die Chamer THWler die Feierlichkeiten zur Eröffnung der Fuhrmannstraße mit Technik und Manpower unterstützten.
Sowohl beim Ausbildungsgeschehen als auch im Einsatz ging man dabei gerne Hand in Hand mit den Partnerorganisationen. An zahlreichen Ausbildungsdiensten bereiteten sich die Chamer Katastrophenschützer auf die anfallenden Herausforderungen vor, die Spannweite dieser Übungen und Ausbildungsthemen reichte dabei vom A wie Atemschutz bis Z wie Zugunfälle. Auch an den Schulen des THW in Bremen und Stuttgart wurden von den Helfern mehrere Lehrgänge und Führungskräfteschulungen belegt. Insgesamt über 4000 Stunden wurden in die Fortbildung der Aktiven investiert, so dass die THWler aus Cham bei den regelmäßig abgehaltenen Übungen zur vollsten Zufriedenheit der Schiedsrichter agieren konnten. Mittlerweile ein fester Bestandteil des Ausbildungsplans ist das Übungswochenende am THW-Übungsgelände Rödlberg nahe Schwandorf. Weiterhin konnte man die Aufgabenbereiche Höhenrettung und Abstützen auf dem Betriebsgelände der Firma Heidelberg Cement in Burglengenfeld beüben.
Einen wichtigen Beitrag, die Einsatzfähigkeit der Bundesbehörde THW Cham zu steigern, konnte wieder der Förderverein leisten. Der dritte Aufbau für das Wechselpritschensystem wurde endlich in Dienst gestellt und mit dem Einsatzgerüstsystem sowie Abstützmaterialien befüllt werden. Zuvor war die gebraucht beschaffte Ladepritsche in Eigenregie hergerichtet und lackiert worden, weiterhin wurde sie aus Spendenmitteln mit einer neuen Plane versehen. Auch im neuen Jahr werde man weiter aus dem Förderverein in den Fuhrpark investieren müssen, so Vorsitzender Ludwig Althammer. Eine Neubeschaffung des Tiefladeanhängers sei aus Altersgründen unumgänglich, um die landkreisweite Einsatzbereitschaft des so wichtigen Einsatzmittels Radlader zu gewährleisten.
Ebenfalls zu Beginn des vergangenen Jahres wurden die beiden neuen
Ortsbeauftragten, Dominik Schmidt und Roland Frommhold vom Landesbeauftragten Dr. Fritz-Helge Voss im Rahmen einer kleinen Feierstunde in ihre Ämter eingeführt. Die Führungskräfte der Partnerorganisationen Polizei, BRK und Feuerwehr fanden sich beim THW ein, um sich über Neuerungen bei der Ausstattung zu informieren. Ortsbeauftragter Dominik Schmidt konnte gemeinsam mit geschäftsführerin Knecht-Jesberger am THW trifft MDB Aktionstag in Berlin teilnehmen und dabei die Beiden Landkreis-MDB Schieder und Holmeier begrüßen. Auch hierbei fiel das Gespräch wieder auf die Helfer- und Azsstattungs-Problematik sowie die Einbindung des THW im Landkreis.
Ehrungen für Schmidt, Schuhmann, Berger und Haberl.
Für langjährige Verdienste um das Ausbildungsgeschehen im Ortsverband sowie stete Einsatzbereitschaft über das normale Maß hinaus wurde Gruppenführer Florian Schuhmann mit dem Helferzeichen in Gold ausgezeichnet.
Auch Ortsbeauftragter Dominik Schmidt konnte sich über die Ehrennadel freuen. Nach langjährigem Einsatz als Gruppenführer der 2. Bergungsgruppe übernahm er im Jahr 2010 das Amt des Ortsbeauftragten. Weiterhin bringt er sich als Kassier des Fördervereins und bei zahlreichen Gelegenheiten in die Geschicke des Ortsverbandes ein.
Sebastian Berger wurde für zehnjährige Zugehörigkeit und Engagement, Ewald Schmidt für 25 Jahre „Dienst mit Technik und Verstand“ ausgezeichnet. Weiterhin erhielt Stefan Haberl eine Auszeichnung für sein langjähriges Mitwirken in der Vorstandschaft des Helfervereins.
Mitgliederwerbung und Hallenbau 2012 im Mittelpunkt / Info-Tag am 22.1.
Ortsbeauftragter Schmidt gab bei seinem Rückblick auch gleich die neue Marschrichtung für 2012 vor. Weiterhin werde der Ausbildung der Aktiven ein hoher Stellenwert beigemessen. Die Schwerpunkte liegen aber ganz klar bei der Gewinnung neuer Helfer. Der Wegfall der Wehrpflicht und des damit verknüpften Ersatzdienstes stellen das THW vor neue Herausforderungen bei der Helfergewinnung. Um Engpässe zukünftig zu vermeiden, werde der Chamer Ortsverband verstärkt in der Öffentlichkeit auftreten und auch seine Attraktivität steigern. Zahlreiche Maßnahmen seien bereits angelaufen, so der Chef der Chamer THWler. Außerdem hoffen die Helfer, die bereits fertig geplante Erweiterung der seit Jahren zu kleinen Fahrzeughallen in Angriff nehmen zu können. Auch die Ersatzbeschaffung des ältesten Einsatzfahrzeuges erwarte man im kommenden Jahr. Zusätzlich werde man sich weiter um eine verstärkte Einbindung des THW in die örtliche Gefahrenabwehr kümmern.
Das THW als Katastrophenschutzorganisation des Bundes wird dabei zu 99% von ehrenamtlichen Helfern getragen. Teamwork, Technikbegeisterung und nicht zuletzt positiv prägende Erfahrungen sind für viele Helferinnen und Helfer einer der Hauptbeweggründe, viele Stunden ihrer Freizeit zu opfern. Gerade überregionale Aktivitäten oder Auslandseinsätze motivieren immer mehr Helfer der Bundesanstalt, sich mit dem THW-Zahnrad am Ärmel für humanitäre Hilfsprogramme zur Verfügung zu stellen.
Interessierte sind herzlich eingeladen, sich am Sonntag, 22. Januar, um 14:30 Uhr in der Unterkunft des Ortsverbandes in der Osserstraße (gegenüber Landratsamt) über das abwechslungsreiche Hobby THW zu informieren.

















