Ladungsbergung nach LKW-Unfall
Nach Frontalkollision eines PKW gegen einen LKW auf der Bundesstraße 20 bei Sattelpeilnstein werden mehrere umliegende Feuerehren mit Stichwort “Person eingeklemmt” alarmiert. Der Notarzt kann nur noch den Tod des PKW-Insassen feststellen, der LKW-Fahrer ist lediglich leicht verletzt. Die Ladung des Sattelzuges, bestehend aus mehreren Tonnen Steinplatten, hat jedoch die Stirnwand des Anhängers durchschlagen und die Fahrerkabine der Zugmaschine aus der Verankerung gerissen. Eine aufwändige Bergungsmaßnahme wird zur Räumung der komplett gesperrten Straße notwendig. Neben einem Bergeunternehmen aus Straubing alarmiert die Feuerwehreinsatzleitung auch das THW Cham mit seiner Räumkomponente. Kurz darauf rücken MTW, GKW I und Krankipper mit Radlader auf Tieflader aus, wenig später folgen die beiden Mannschaftslastwagen, beladen mit Anbaukehrgerät, Paletten und Rüstholz. Vor Ort werden mit Hilfe eines Autokrans, zweier Radlader und natürlich entsprechender Manpower die 24 Tonnen Material, mittlerweile größtenteils zerbrochen, in einer schweißtreibenden Aktion auf Kipper und Wechselbrücken umgeladen. Dabei müssen Teile des Aufliegers mit Trennschleifer zerlegt werden um Zugang zu schaffen, die Dachkonstruktion stabilisieren die THWler mit Baustützen. Gemeinsam mit den Feuerwehren aus Sattelpeilnstein und Sattelbogen wird das Abschleppunternehmen beim Abtransport des LKW unterstützt, die Unfallstelle anschließend von Dreck und Ölresten mittels Anbaukehrgerät befreit. Erfolgreiches Einsatzende nach über neun Stunden.
Heros Cham 21/10 Mannschaftstransportwagen
Heros Cham 22/51 Gerätekraftwagen I
Heros Cham 63/63 Krankipper
Heros Cham 63/36 Mannschaftslastwagen
Heros Cham 86/31 Mannschaftslastwagen
Heros Cham 86/73 Bergeräumgerät
Tieflader
Anbaukehrgerät








Gemeinsam mit Helfern anderer Ortsverbände des Geschäftsführerbereichs Schwandorf reist eine Abordnung des THW Cham nach Freilassing, um sich beim dortigen OV Berchtsgadener Land im Umgang mit dem Einatzgerüstsystems (EGS) schulen zu lassen. Die Ausbilder, Mitentwickler des Einsatzgerüstes im THW, weisen die Lehrgangsteilnehmer in die Theorie des multifunktionalen Systems ein. Tags darauf wird die Praxis erprobt: Auf einem Übungsgelände zeigt sich die vielseitige Anwendbarkeit des Rohrgerüstes: Es werden mehrere Abstützsystem errichtet, ein Steg gebaut und auch eine Dekontaminationsschleuse lässt sich aus den Bauteilen konstruieren. Kurzum, das EGS trägt seinen Spitznamen “Lego für den Katastrophenschutz” zurecht. weiterhin wird auf Neuerungen, wie den Rüstholzsatz und Änkerstäbe zur Sicherung von Gebäuden, eingegangen.
Im Ortsverband Amberg treffen sich die Zugtrupps des Geschäftsführerbereichs Schwandorf zu einer gemeinsamen Fortbildung. Unter der Regie der Fachgruppe Führung/Kommunikation aus Lauf spielen die Führungstrupps der technischen Züge die Bewältigung einer fiktive Großschadenslage durch. Ziel solcher Stabsrahmenübungen ist, die Kräfte der Ortsverbande in der Dokumentation, Einsatzführung und Abwicklung zu schulen. Erfolgreiches Übungsende nach sieben Stunden.