Archive for April 2009

THW-Jugend Cham übt Teamfähigkeit

thw_jugend_cham_001_01Die Jugendgruppe des Technischen Hilfswerks in Cham hat am letzten Samstag den Internationalen Team-Trainings-Parcours in Waldmünchen absolviert. Im Mittelpunkt standen dabei mehrere Aufgaben rund um den Niederseilpark am Perlsee, bei denen die Jugendlichen zusammen mit ihren Betreuern Franz Meier, Sepp Guggenberger, Christoph Rohrmüller und Roland Frommhold die Teamfähigkeit innerhalb der Gruppe auf die Probe stellen konnten.

Die erste Aufgabe bestand darin, auf einer riesigen Wippe das Gleichgewicht zu halten, wobei die Hauptsache innerhalb der Gruppe die richtige Kommunikation darstellte. Danach wurden einigen Teilnehmern die Augen verbunden, um auch „blind“ diese Aufgabe zu meistern. Dabei stellte sich erneut heraus, dass gegenseitige Rücksichtnahme, Hilfe und Kommunikation für das Funktionieren der Aufgabe unentbehrlich waren.

Bei der nächsten Station mussten mehrer Abschnitte des Niederseilparks absolviert werden. Auch hier waren Teamgeist, gegenseitige Rücksichtnahme und Unterstützung gefragt. Nachdem auch diese Aufgabe mit Bravour absolviert worden war, machte man sich daran, eine ca. zweieinhalb Meter hohe Wand mit gegenseitiger Hilfe zu überwinden. Auch hier zeigte sich wieder die Notwendigkeit gegenseitiger Hilfestellung. Angeregt durch die Betreuerinnen der Jugendbildungsstätte wurden die Erkenntnisse aus den verschiedenen Übungen stets unmittelbar reflektiert mit dem Ergebnis, dass innerhalb einer Gruppe gegenseitiges Vertrauen und Teamgeist für den Erfolg notwendig sind.

Zuletzt standen die Jugendlichen und ihre Betreuer vor einer besonderen Herausforderung: dem Vertrauensfall. Dabei ließ sich jeweils ein Mitglied der Gruppe aus ca. eineinhalb Meter Höhe in die Arme der restlichen Gruppenmitglieder fallen. Dass dabei ein ganzes Stück Überwindung nötig war, ist klar. Zudem war wieder das gegenseitige Vertrauen unerlässlich und wurde auch nicht enttäuscht: Jeder wurde von seinen Kameraden aufgefangen!

Ausbildung Atemschutz + Chemieschutz

2009-04-17_agt_csa_04Obwohl das Technische Hilfswerk Brandbekämpfung nicht zu seinen Kernaufgaben zählt, hält es dennoch Atemschutzgeräteträger vor, um beispielsweise bei Gasaustritt und im Umgang mit anderen gefährlichen Stoffen entsprechend geschützt zu sein. Da diese Helfer besondere Belastungen und Verantwortung auf sich nehmen, wird auf ihre Fortbildung besonderer Wert gelegt. Im Rahmen des Zugdienstes wurde das Thema aufgegriffen und theoretisch und Praktisch vertieft. Nach einem kurzen Vortrag über die Aufgaben, Vorgehensweisen und Gefahren beim Tragen schweren Atemschutzes ging man direkt in die Praxis über. Nach einer Belastungsübung musste ein Parcours gemeistert werden, in welchem die Atemschutzträger möglichst realitätsnah beansprucht und mit verschiedenen Aufgaben und Problemen betraut wurden. So mussten Hindernissee überwunden, eine Stahlbetonplatte durchbrochen und verschiedene handwerkliche Tätigkeiten unter Atemschutz ausgeführt werden.

Am darauf folgenden Freitag konnte einmal wieder ein gemeinsamer Ausbildungsabend mit den Aktiven der Chamer Stützpunktfeuerwehr gestaltet werden. Gerne folgte man der Einladung des ABC-Zugführers Erwin Löffler, die bereits im letzten Jahr gesammelten Erfahrungen im Umgang mit Chemieschutzanzügen zu vertiefen. Eine kleine Abordnung der THW-Atemschützer bewältigte an diesem Abend in gemischten Teams mit Feuerwehrkameraden verschiedene Aufgabenstellungen. Dabei wurden beispielsweise eine Leckage abgedichtet oder undichte Gefahrgutfässer von einem LKW geborgen.

Vielen Dank für den interessanten Einblick an die Kameraden der Feuerwehr.

Ein „neuer Stern“ beim Chamer THW

2009-04-02_mlw_new_02Einen ungewöhnlichen Weg schlug das Technische Hilfswerk aus Cham bei der Erneuerung seiner Einsatzfahrzeuge ein. Um einem Mehrzweckfahrzeug, welches seit über 30 Jahren in Diensten der Katastrophenschützer steht, endlich den verdienten „Ruhestand“ zu ermöglichen, begab man sich auf die Suche nach einem moderneren Ersatzfahrzeug. Durch Engagement aus den Reihen der Helferschaft fand ein gebrauchter Mercedes-Transporter seinen Weg auf den Hof des Chamer Ortsverbandes.

Obwohl dieses Fahrzeug bereits zwanzig Jahre auf dem „Buckel“ hat, ist es bestens in Schuss und voll in den Einsatzdienst integriert. Möglich machten das umfangreiche Lackier- und Reparaturarbeiten, welche von einem Team rund um Schirrmeister Roland Frommhold in rund 350 Stunden ehrenamtlicher Arbeit über fünf Wochen lang vollbracht wurden. Ortsbeauftragter Sepp Guggenberger ist vor allem über den Mehrfachnutzen des Mannschaftslastwagen, sowohl für die Belange der Jugendgruppe als auch zum Transport von Mannschaft und Ausstattung, erfreut. Bereits bei zwei Einsätzen, einem Verkehrsunfall und einem Ölschaden, konnte das Fahrzeug überzeugen.