Archive for Juli 2007

THW im Katastropheneinsatz in Franken

Nach den schweren Überschwemmungen in Teilen Ober- und Mittelfrankens am letzten Samstag wurde im Landkreis Erlangen-Höchstadt der Katastrophenfall festgestellt. Große Teile der Stadt und angrenzende Gemeinden waren teils über einen Meter hoch überflutet, so dass die örtlichen Einsatzkräfte nicht ausreichten, um der Lage Herr zu werden. Von Seiten des Technischen Hilfswerks wurden daher Bayernweit ca. 40 Ortsverbände mit rund 700 Helfern in Marsch gesetzt, um im Schadensgebiet Hilfe zu leisten. Gefragt waren vor allem Großaggregate und Hochleistungspumpen. Auch der Ortsverband Cham wurde am Sonntag morgen gegen sieben Uhr in Voralarm gesetzt, um Einsatzkräfte ab zu lösen.

Gegen Mittag erfolgte dann die endgültige Alarmierung der Fachgruppe Logistik nach Baiersdorf. Der Führungstrupp solle dort die Versorgung der Einsatzkräfte sowie der Einheiten mit Betriebsstoffen koordinierten. Fünf Mann machten sich mit einem Mannschaftslastwagen auf den Weg. Im Einsatzabschnitt angekommen wurde man kurz in die Situation eingewiesen und übernahm somit die Verantwortung für die Versorgung von ca. 10 Großaggregaten, 5 Hochleistungspumpen und um die 50 Fahrzeuge. Die ganze Nacht von Sonntag auf Montag hindurch wurde mit zwei LKW mit aufgesetzten Mobiltankstellen Einsatzstelle um Einsatzstelle angefahren und die Fahrzeuge betankt. Weiterhin wurden drei Feldküchen mit den erforderlichen Nahrungsmitteln versorgt, die Helfer auf die Verpflegungsstellen verteilt und Sandsäcke disponiert. Am Montag Nachmittag, nach fast 24 Stunden, wurden die Chamer THWler abgelöst. Martin Prasch, Hubert Wanninger, Ralf Hutterer, Albert Ertlmaier und Michael Paulus kehrten am Abend wieder nach Cham zurück. Neben den eingesetzten Helfern gilt der Dank besonders den Arbeitgebern, die ihre Angestellten für den Einsatz freistellten.